Herzklopfen

Mein Herz pocht so laut, dass ich meine, jeder müsste es hören. Ich zittere, meine Hände sind schweißnass. Das Schlucken fällt mir schwer. Kaum nehme ich etwas zur Kenntnis. Was mit mir gesprochen wird, wer mit mir spricht. Das Atmen fällt mir schwer, ich bekomme keine Luft. Mir ist schwindelig. Jeder Schritt wird zur Herausforderung. Laufe, denke ich mir, laufe einfach weg. Aber ich kann nicht weglaufen, ich muss mich den Tatsachen stellen. Handle! Aber es fällt mir so schwer. Entscheide dich! Gehe weiter. Ich will nicht, ich bin in einem Albtraum gefangen, dass kann nicht real sein. Orientierungslos sehe ich mich um. Wo muss ich hin? Was tue ich? Traust du dich, frage ich mich, traust du dich, die Wahrheit zu erfahren? Bist du für alles bereit? Für jede Antwort auf jede Frage?

Das war mein Herzklopfen in Rom auf der Intensivstation. Das war mein Herzklopfen, bei meiner MS Diagnose. Das war mein Herzklopfen, als Julian auf der Intensivstation lag.

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