Wie sag ich das jetzt meinem Boss?

Meine MS Diagnose kam 2008. Nun bin ich ein Mensch der sein Herz auf der Zunge trägt. Gut eingegliedert im Job, relativ erfolgreich darin und dann das! MS.

Reden! Schon immer musste ich über alles reden. Das machte bzw. macht mich frei. Und wenn ich nicht reden kann, schreibe ich. Zum Beispiel führe ich seit der Erkrankung meines Mannes ein „Panic diary“. Das hilft mir.

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Also – VERDAMMT – MS wie sage ich es meinem Boss? Erstens muss man es nicht melden, das ist wichtig zu wissen. Zweitens heißt MS noch lange nicht – Dauerkrankenstand. Also mal cool bleiben.

Ich sagte es meinem Boss. Warum ich heute über dieses Thema schreibe, weil mir jetzt ein Wechsel in der Chefetage passiert ist und ich wieder damit konfrontiert war. Mein neuer Chef wurde bereits an seinem ersten Arbeitstag von mir mit diesem Thema überfallen. Wie immer zuerst die klassische Reaktion „Bestürzung“. Danach erfolgt von mir die Aufklärung. MS ist nicht gleich Rollstuhl, MS ist nicht gleich Dauerkrankenstand und MS ist nicht gleich Dauerdepression. Behandeln Sie mich bitte weiterhin wie einen normalen Menschen.

Damit war für mich dieses Thema erledigt. Ich bin ein normaler Mensch. Eben halt mit MS.