Katzenklo macht nicht alle froh

Ich bin ein Tollpatsch. Mir passiert viel und ich leide oft.

Unfall „Katzenklo macht nicht alle froh“

Als vierfache Katzenmama ist man, mehr oder weniger, ständig damit beschäftigt das Katzenklo zu reinigen. Macht man es nicht sofort, kriegst einen auf die Mütze vom Liebling. Gerne wird dann die Ecke im Keller als vermeintliches Klo benützt. Eben ohne Streu, denn dann könnte es die Mama oder der Katzenpapa vielleicht auch besser sehen. Also es geschah früh morgens. Als Morgenmuffel fällt es mir sowieso schwer irgendetwas vor zehn Uhr zu tun. Ich schlendere schlaftrunken um die Ecke… ZACK! Ausgerutscht. Ätsch das hast davon.

  1. Arzt: Krankenhaus
  2. Diagnose: Bändereinriss.
  3. Behandlung: Gips, Bedauern der Arbeitskollegen

Unfall „Herrlich dieser Ausblick“

Wie schon erwähnt, bin ich vierfache Katzenmama. Demnach sind mein Mann und ich nie länger als drei bis vier Nächte on tour. Nun, im zarten Alter von 48 … okay bald 49…., ziehen wir nicht mehr die Adventuretouren wie zum Beispiel eine kleine Wanderung mit 1000 Höhenmeter und einem Zeltlagerplatz vor, (die Autorin dieses Textes will vermerken, dass wir nicht mehr im Zelt schlafen könnten, weil wir schlicht und ergreifend nicht mehr hochkommen würden – also von der Luftmatratze) sondern gerne wohnen wir auch in kleine Hütten. Also mit Pool und Sauna und so… So geschah es, dass ich morgens verzückt zum Privatpool spaziert bin, den Ausblick genossen habe und …. ZACK über die Stiege zum Pool geflogen bin.

  1. Arzt: Verweigert
  2. Diagnose: Prellungen am ganzen Körper, vermutlich Nase angeknackst
  3. Behandlung: Gelächter der Arbeitskollegen, kurzes Bedauern

Unfall „Vollzeitprinzessin“

Endlich Urlaub. Hart verdient, so meine ich. Und immer wenn wir Urlaub haben, fungiere ich als „Vollzeitprinzessin“. Sämtliche Hausarbeit wird dann vom Gatten übernommen. Ja, bei uns ist das so. Er kocht, putzt, macht das Katzenklo (im Übrigen seit damals ist der Katzenpapa fast immer für das Katzenklo verantwortlich), usw. Also, HURRA endlich Urlaub. Fehlte der Elan im Job, so war dieser jetzt im Urlaub wieder in Hochform. Ein schöner Tag! Da muss die Katzenmama raus. Als Sportlerin (ok… ok… ok… ja ist übertrieben) beschließe ich Laufen zu gehen. Gestylt in der Laufdress, 3 Sekunden Aufwärmtraining (schließlich möchten wir uns nicht zu viel verausgaben) und motiviert gehts hinaus aus dem Haus. Nur noch zwei Stufen trennen mich vom ultimativen Sportkick, ich scanne die Gegend, gehe im Geist die Laufstrecke durch (also so wie einst Marcel Hirscher, wenn er sich wieder auf den Weg zu einer Ski-Goldmedaille gemacht hat), ich bin bereit, es geht los… ZACK in den Vorgarten ins Gebüsch gefallen und Daumen ausgekugelt.

  1. Arzt: Hausarzt, Krankenhaus verweigert
  2. Diagnose: Luxation, Abschürfungen
  3. Behandlung: Tetanusimpfung, Kopfschütteln der Arbeitskollegen, Schiene, kein Bedauern

Der Text mag sich lustig anhören und so muss ich es auch nehmen, denn sonst würde ich irre werden. Es hat auch nichts mir meiner Erkrankung zu tun und es hat auch nichts mit Stress zu tun. Vielmehr bin ich offensichtlich wirklich ein Tollpatsch.

Nun denn – es geht weiter über Stock und Stein.