Mutige Menschen: Emmeline Pankhurst

Die Tochter von Robert Goulden und Sophia Crane, Emmeline Pankhurst, wuchs in einer Mittelstandsfamilie auf. Die radikal-demokratischen Einstellung ihrer Eltern die sich unter anderem für das Frauenwahlrecht einsetzten, prägten das Mädchen, dass bereits im Alter von 14 Jahren an ersten Versammlungen über das Frauenwahlrecht teilnahm.

Mit zwanzig heiratete sie den 24 Jahre älteren Anwalt Richard Pankhurst, einen Sozialisten und radikalen Kämpfer für das Frauenstimmrecht. Sie zog nicht nur fünf Kinder groß, sondern unterstützte auch die politische Karriere ihres Mannes. Sie selbst widmete sich dem Kampf für Frauenrechte

Das Elend und Unglück der männergemachten Welt

Trotz viel Elan und Anstrengung schaffte es ihr Mann nie ins Parlament. Erbittert, aber vergeblich, kämpfte er bis zu seinem Tod 1898 für die Frauen und für die Sache der Unterdrückten. Fünf Jahre später  gründete sie zusammen mit ihrer Tochter Christabel und vier weiteren Frauen in Manchester die Women’s Social and Political Union (WSPU).

Leidenschaft für Frauenrechte

Der Slogan der WSPU lautete „Taten statt Worte.“

1905 gingen Pankhursts Tochter Christabel und das WSPU-Mitglied Annie Kenney zu einem Treffen, um das Frauenwahlrecht zu fordern Beide Frauen wurden nach  Auseinandersetzung mit der Polizei festgenommen.

Es ermutige Pankhurst weiterhin ihren kämpferischen Weg für die WSPU zu gehen, da die Aufmerksamkeit und das Interesse dieser Verhaftung sehr groß war. In weitere Folge führte dass aber dazu, dass Mitglieder von Pankhursts Gruppe verhaftet und inhaftiert wurden. Sie selbst kam 1908 erstmals in ein Gefängnis.

Aufstieg der Sufragetten

“ Wir werden gegen den Zustand der Dinge kämpfen, solange das Leben in uns ist.“

Nach dem englischen Wort „suffrage“ für Wahlrecht – setzten sie sich zunächst mit friedlichen Mitteln für ihre Rechte ein und arbeiteten in den Parteien mit. Sie engagierten sich in allen sozialen Fragen. Um die politische Reife zu beweisen, vorallen den Männern, richteten sie regelmäßig Petitionen ans Unterhaus, hofften auf eine Erwähnung des Frauenwahlrechts durch den König – sie wollten nicht mehr ignoriert werden und störten Wahlkampfversammlungen. Sie ließen sich ins Gefängnis sperren und traten dort in lebensbedrohliche Hunger- und Durststreiks ein. Damit erzwagen sie auch ihre Freilassung. Kurz vor dem Sieg brach der Erste Weltkrieg aus. Die die Kampfgemeinschaft zerfiel und Emmeline und Christabel stellten sich ganz in den Dienst der Nation.

Das Wahlrecht - 2. Juli 1928

Im Alter von 69 Jahren starb Plankhurst am 14.Juni 1928 in London. Sie erlebte es nicht mehr. Das Parlament gewährte am 2. Juli 1928 dass Frauenwahlrecht.

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